Eine Spende, die die Corona-Zeit „kunst-voll“ macht

Das Krumbacher Unternehmen UTT sorgt für Freude bei Menschen mit Behinderung in schwieriger Zeit.

Datum: 23. Juli 2020, 9:57 Uhr
Scheckübergabe der Firma UTT aus Krumbach für das Dominikus-Ringeisen-Werk
Zum Foto (DRW/Liesenfeld): Freuen sich über viele neue Auftritte von Künstlern für Menschen mit Behinderung: Im Vordergrund Venere Polito (UTT) und Josef Liebl (DRW), (2. Reihe von li.) Rosa-Maria Brückner (DRW), Claudia Hofmann und Karl-Heinz Her

Ursberg/Krumbach – 23. Juli 2020 – Mit 5.000 Euro unterstützt das Krumbacher Unternehmen UTT Technische Textilien GmbH & Co KG, ein Tochterunternehmen der Indorama Ventures Public Company Limited, das Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW). Das Geld soll der Finanzierung von „Balkonkonzerten“ und weiteren Auftritten von Künstlern vor den Wohnheimen zugutekommen. „Diese Konzerte sind eine willkommene Abwechslung und eine große Freude für Menschen mit Behinderung während der Corona-Zeit“, sagte Vorstandsmitglied Josef Liebl. Seit den Corona-bedingten Begegnungseinschränkungen haben sich viele Menschen vor allem ehrenamtlich eingebracht, um denjenigen, die ihr Zuhause im Wohnheim nicht verlassen konnten, eine kurzweilige Freude mit Musik, Theater oder Kleinkunst im Freien zu bereiten. „Mit der Spende können wir jetzt auch Künstlern eine Aufwandsentschädigung zahlen, die davon leben, aber wegen der Pandemie viele Engagements absagen mussten“, so Josef Liebl.

UTT hat bereits eine besondere Beziehung zum Dominikus-Ringeisen-Werk: Die Firma ist nicht nur Kunde einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Ursberg. Direkt bei UTT hat zudem ein junger Mann mit Handicap einen so genannten ausgelagerten WfbM-Arbeitsplatz gefunden. Dass man jetzt zielgerichtet für künstlerische Darbietungen in der Corona-Zeit spendete, folgte dem Wunsch der Firma, etwas für die Künstler zu tun, die durch Corona beeinträchtigt sind. „So haben beide Seiten etwas davon: Menschen mit Behinderung und professionelle Künstler“, sagte Geschäftsführerin Venere Polito bei der Scheckübergabe in Ursberg.

Die Ausnahmesituation hält weiter an

Die Corona-Zeit hat zu drastischen Änderungen im Alltag von Menschen mit Behinderung geführt. Ausgangsbeschränkungen und Besuchsverbote gelten seit März und werden nur langsam gelockert. Bis heute gilt die Ausnahmesituation in Heimen, Werk- und Förderstätten. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen bedeutet dies bereits über Monate hinweg ein Ausharren in den eigenen vier Wänden, das in der Anfangszeit der Pandemie oft nur durch kurze Spaziergänge unterbrochen werden konnte. Mit Open-Air-Veranstaltungen und Balkonkonzerten hat man beim DRW aus der Not eine Tugend gemacht und in loser Reihenfolge ein künstlerisches Programm vor der jeweiligen Wohneinrichtung organisiert. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen sitzen dabei auf den Balkonen, Terrassen oder in den Gärten ihres Hauses. Die Künstler treten in sicherem Abstand unter freiem Himmel auf. So werden die Hygienestandards eingehalten und gleichzeitig ein kurzweiliges Programm geboten. Chöre, Blasmusik, ein Zauberer, ein Drehorgelspieler, ein Pianist und weitere künstlerische Gäste haben bereits Menschen mit Behinderung auf diese Weise eine große Freude bereitet. Mit der großzügigen Spende von UTT können nun weitere Auftritte finanziert werden.

Das Dominikus-Ringeisen-Werk

In den bayerischen Regierungsbezirken Schwaben, Unterfranken und Oberbayern an über 30 Standorten begleitet das Dominikus-Ringeisen-Werk zurzeit ca. 5.000 Menschen mit einer geistigen Behinderung, mit Lernbehinderungen, mit mehrfachen Behinderungen, mit Sinnesbehinderungen, Autismus, erworbenen Hirnschädigungen, psychischen Erkrankungen und Menschen im Alter. Über 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für das Dominikus-Ringeisen-Werk tätig.

Mehr zum DRW unter:

www.drw.de

www.facebook.com/Dominikusringeisenwerk

www.instagram.com/dominikusringeisenwerk

 

Ihr Ansprechpartner:

Dominikus-Ringeisen-Werk
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Manuel Liesenfeld
08281 92-2075
manuel.liesenfeld@drw.de

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