Elektromobilität im Dominikus-Ringeisen-Werk

Elektromobilität im Dominikus-Ringeisen-Werk

 

 

Das Dominikus-Ringeisen-Werk stellt zehn Elektroautos in Dienst, weitere sollen hinzukommen. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden aussortiert. Die CO2-Einsparung beträgt rund 6,5 Tonnen jährlich.

In absehbarer Zeit möchten wir CO2-neutral bei Strom und möglichst auch bei der Wärmegewinnung werden.
Michael Winter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Dominikus-Ringeisen-Werks

 

 

Das Dominikus-Ringeisen-Werk geht den nächsten Schritt in Richtung klimaneutrales Sozialunternehmen. Im Dezember 2020 haben wir zehn E-Autos in Dienst gestellt, die eigens auf den klimafreundlichen Elektroantrieb umgerüstet wurden. Diese E-Autos sind für Wohneinrichtungen von Menschen mit Behinderung an den Standorten Aschaffenburg, Ursberg, Pfaffenhausen sowie Kloster Holzen und Augsburg bestimmt. „Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Handicap kann nur gelingen, wenn die persönliche und individuelle Mobilität dieser Personengruppe möglich ist“, sagte Josef Liebl vom Vorstand bei der Übergabe der Fahrzeuge. „Mit den neuen E-Autos können wir jetzt besonders Kurzstreckenfahrten zum Einkaufen, Arzt oder für Freizeitaktivitäten ökologisch sinnvoller durchführen.“ Weitere Stromer werden in Kürze dazukommen.

Welche Autos wurden angeschafft?

Die Wahl fiel auf den e-Caddy von Volkswagen. 10 Autos dieses Typs wurden angeschafft. Da dieses geräumige Modell jedoch nicht bereits ab Werk mit Elektroantrieb angeboten wird, musste es fachgerecht umgebaut werden.

Wie wurde die Autos umgerüstet?

Die Kemptener Firma ABT Sportsline GmbH, weltgrößter Veredler für Fahrzeuge von Audi und VW, hat sich der Umrüstung der Fahrzeuge angenommen. Das Grundfahrzeug kommt von Volkswagen Nutzfahrzeuge, die elektrischen Umfänge und der Umbau erfolgen durch ABT e-Line.

Als Produktionsdienstleister von ABT hat die Firma AL-KO Fahrzeugtechnik aus Kötz in ihrem Werk Günzburg-Deffingen die Demontage der Verbrennungsmotoren und den anschließenden Einbau der Elektromotoren inklusive Getriebe und Batterie übernommen. Die ausgebauten Verbrennungsmotoren wurden anschließend wieder an VW zurückgegeben.

Die Auslieferung und den Service der Fahrzeuge übernimmt das Autohaus Schwehr aus Krumbach.

Wie sind die technischen Daten?

Die von ABT e-Line elektrifizierten Fahrzeuge sind auf Höchstgeschwindigkeiten von 90 km/h, optional bis 120 km/h, ausgelegt. Die kombinierte Reichweite beläuft sich auf bis zu 159 Kilometer mit einer Batterieladung und bis zu 167 Kilometer im Stadtverkehr. Die Batterie ist mit Wechselstrom an einer 7,2 kW-Wallbox in rund fünf Stunden wieder vollständig aufgeladen. An einer Schnellladestation mit 50 kW erfolgt dieser Vorgang in rund 50 Minuten zu 80 Prozent Ladeleistung.

Welche Autos wurden ersetzt?

Unter Beratung der Handwerkskammer Schwaben wurde zunächst eine Fuhrparkanalyse bei rund 220 Fahrzeugen im DRW durchgeführt, darunter sowohl PKW als auch LKW. Fahrtenbücher mehrerer Jahre wurden ausgewertet, die Laufleistung, Motorisierung und CO2-Emissionen einzelner Modelle erhoben und kritisch begutachtet. Das Ergebnis war eindeutig: In der DRW-Fahrzeugflotte befanden sich Benziner und Diesel, die in der jährlichen Fahrleistung weit unter 20.000 Kilometern blieben, weil sie fast ausschließlich auf Kurzstrecken eingesetzt werden. Auf Grundlage dieser Analyse wurden acht Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gegen zehn E-Autos ausgetauscht. Es wurde errechnet, dass durch diese Maßnahme jährlich rund 6,5 Tonnen CO2 zusätzlich eingespart werden können. Gefördert wird dieser Wechsel von der Bunderegierung mit einem Umweltbonus in Höhe von 90.000 Euro. Die Elektrofahrzeuge werden geleast.

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Handicap kann nur gelingen, wenn die persönliche und individuelle Mobilität dieser Personengruppe möglich ist.
Josef Liebl, Vorstand im Dominikus-Ringeisen-Werk

Die Übergabe der Fahrzeuge in Bildern