Ostergruß 2026

Ein Geistlicher Impuls von Martin Riß
Datum: 01. April 2026, 10:30 Uhr
Frohe und gesegnete Ostern 2026!

Gebt dem Ölzweig eine Chance,
buchstabiert den Frieden neu:
Pace, mir, shalom, spokój.

Regenbogen – vielen Farben,
Licht in Rot und Blau und Gelb
Farben kennen keine Waffen,
nur das Miteinander zählt.

Menschen – Hände und Gesichter:
heiter, traurig, arm und reich,
alle sind sie ganz verschieden,
alle sind an Würde gleich.

Unsre Erde – Pflanzen, Tiere
Berge, Flüsse, Meer und Land
Gottes wunderbare Schöpfung:
hegt und pflegt sie mit Verstand.

Gottes Reich hat viele Tische,
du und ich, wir finden Platz
Raum für alle, Brot und Leben,
Friede – unser größter Schatz.

Evangelium in leichter Sprache – Johannes 20,19-21

Jesus war von den Toten auferstanden. Aber die Freunde hatten Jesus noch nicht gesehen. Die Freunde konnten nicht glauben, dass Jesus lebt. 8 Tage nach Ostern waren alle Freunde von Jesus zusammen. Nur einer fehlte. Das war Thomas. Thomas war nicht da. Die anderen Freunde hatten immer noch Angst. Weil die Menschen Jesus getötet hatten. Die Freunde schlossen alle Türen ab. Plötzlich kam Jesus. Jesus stellte sich mitten unter die Freunde. Jesus sagte zu den Freunden: Friede soll mit euch sein. Dann zeigte Jesus den Freunden seine Hände. Und Jesus zeigte seine Herzseite.

Die Freunde konnten die Verletzungen von der Kreuzigung sehen. Da freuten sich die Freunde. Weil es wirklich Jesus war. Jesus sagte noch einmal: Friede soll mit euch sein. Gott hat mich zu den Menschen geschickt. Damit ich den Menschen von Gott erzähle. Jetzt schicke ich euch genauso zu den Menschen. Wie das Gott bei mir gemacht hat. Jesus hauchte seine Freunde an. Dazu sagte Jesus: Das ist der Atem von Gott. Das ist die Kraft von Gott. Die Kraft von Gott ist der Heilige Geist. Ihr bekommt den Heiligen Geist. Mit dieser Kraft könnt ihr den Menschen die Sünden vergeben. Bringt Frieden zu den Menschen.

Betrachtung:

„Der Friede soll mit euch sein“. Dieser österliche Gruß des Auferstandenen ist Geschenk und Auftrag zugleich. Der Friede ist ein überaus kostbares Gut. Dies wird uns gerade in der aktuellen Situation sehr deutlich vor Augen gestellt. Friede beginnt im Kleinen, zwischen einzelnen Menschen. Genau dort aber beginnen auch die Konflikte. Konflikte beginnen fast immer so, dass eine Person verletzt oder beleidigt wird. Der Konflikt bricht oft ganz klein zwischen zwei Menschen aus. Sehr schnell sind jedoch Nahestehenden davon betroffen. Was tun wir meistens in solchen Situationen, wenn wir verletzt, beleidigt oder benachteiligt worden sind? Schnell reden wir mit allen möglichen Menschen, um unserer Empörung Luft zu machen. Sehr selten finden wir den Mut, zum anderen sofort hinzugehen und ihm direkt zu sagen, was mich verletzt hat. Die Kunst der Versöhnung beginnt mit diesem ersten Schritt. Die Kunst der Versöhnung kann gelingen, wenn im eigenen Herzen ehrliche Bereitschaft zur Vergebung vorhanden ist. Bitten wir den Auferstandenen immer wieder darum: Der Friede soll mit uns sein, damit wir den Frieden in uns tragen und weiterschenken können.

Gebet: 

Vater, segne unsere Füße,
dass sie sich nicht abwenden, 
sondern einen ersten Schritt zum Anderen tun.

Segne unsere Hände,
wenn diese sich zur Faust geballt haben,
dass sie sich zum Händedruck öffnet.

Segne unsere Augen,
wenn darin Bitterkeit liegt,
dass sie Freundlichkeit ausstrahlen.

Segne unseren Mund,
wenn dieser richten und verdammen will,
dass er dann ein freundliches Wort findet.

Segne unser Herz,
wenn es auf Vergeltung aus ist,
dass es zur Vergebung bereit wird.

Herr, aus eigener Kraft kann ich meine Füße, Hände und Augen,
meinen Mund und mein Herz nicht umkehren.
Verwandle mich durch deinen Segen. Amen

Ihnen allen wünsche ich ein frohes und gesegnetes Osterfest.
Martin Riß

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