Ursberg / 23. März 2026 – Vincent Frederick Mwakhwawa, Weihbischof der Erzdiözese Lilongwe, war zu Gast im Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg. Anlass war ein Vortrag von Diakon Alois Held zum Hilfsprojekt „Schwäbische Malawihilfe e. V.“. In der Betanien-Halle waren dafür zahlreiche Menschen mit und ohne Behinderung zusammengekommen. Für eine standesgemäße Begrüßung mit zünftiger bayerischer Musik sorgte die Stubenmusik Held, unterstützt von Helmut Knoll sowie Thomas Kohler, Leiter der DRW-Stabstelle Seelsorge, Ethik und Pastoral. Die Seniorenstätte im Haus Betanien begrüßte den Gast zudem mit einem selbst gestalteten Plakat mit der Aufschrift „Takulandirani“ – „Herzlich willkommen“ auf Malawisch.
Alois Held, der den Verein vor rund 15 Jahren gegründet hat, informierte über die aktuellen Entwicklungen in Malawi. Inzwischen umfasst die Initiative mehrere Bau- und Bildungsprojekte. Dazu zählen ein Wohnhaus für junge Ordensfrauen, Schulgebäude für rund 1.500 Kinder sowie ein Wohn- und Schulhaus für gehörlose und blinde Kinder, die dort betreut und unterrichtet werden. Träger der Einrichtungen sind die „Dienerinnen der gesegneten Jungfrau Maria“. Seit dem vergangenen Sommer konnten zudem zwei Toilettenhäuser fertiggestellt werden, nachdem bestehende Anlagen durch Hochwasser beschädigt worden waren. Außerdem wurden zwei neue Schöpfbrunnen gebohrt, da die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Jahren von 600 auf 1.500 gestiegen ist.
Weihbischof Mwakhwawa würdigte in seinen Grußworten die Unterstützung aus Schwaben: „Das Projekt der Malawihilfe leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass Kinder mit Behinderung ein Zuhause finden und gemeinsam mit Gleichaltrigen ohne Beeinträchtigung lernen können.“ Er dankte allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die sich für das ausschließlich spendenfinanzierte Hilfsprojekt engagieren: „Ich werde für euch alle beten und bitte auch um eure Gebete für die noch junge Kirche in Malawi. Vielen Dank für die Unterstützung, die ihr uns durch die Malawihilfe habt zuteilwerden lassen.“ Im Anschluss wurde gemeinsam das Lied „Großer Gott, wir loben Dich“ gesungen.
Katrin Fink, Leiterin der Seniorenstätte und Initiatorin der Veranstaltung, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Nachmittags: „Es gab viele bereichernde Begegnungen und wir haben viel über Afrika und Malawi gelernt. Insbesondere unsere Klientinnen und Klienten waren sehr beeindruckt.“