Ursberg / 12. Januar 2026 - Ein Gremium aus Klienten und Mitarbeitenden des Dominikus-Ringeisen-Werkes (DRW) hat sich zusammengefunden, um gemeinsam mit dem Haus der Bayerischen Geschichte Ideen zu sammeln, die 2027 in Ursberg stattfindende Bayerische Landesausstellung barrierefrei und inklusiv zu gestalten. Die vom Haus der Bayerischen Geschichte konzipierte Landesausstellung wird jährlich an wechselnden Orten in Bayern realisiert.
„Wir wollen gemeinsam unsere Erfahrungen einbringen, um die Ausstellung für alle Menschen, unabhängig von körperlichen, sensorischen oder sprachlichen Voraussetzungen, zugänglich und erlebbar zu machen“, sagte Dr. Julia Winterstein, im Namen der Bildungs- und Kulturwerkstatt Klosterort Ursberg gGmbh, zur Eröffnung der Sitzung. Zu einer ersten Zusammenkunft waren mit Won Andres und Michael Ilg auch zwei Experten für Inklusion im musealen Bereich und Projektmitarbeiter vom Haus der Bayerischen Geschichte dabei. Sie stellten das Konzept und die Planungen zur Ausstellung „Schwesterherz! Frauen retten Bayern“ vor.
Vielfältige Kommunikationsformen berücksichtigen
Es ist traditionell das Anliegen des Hauses der Bayerischen Geschichte, ein Ausstellungserlebnis für alle zu ermöglichen. So legt das HdBG auch seit jeher großen Wert darauf, seine Ausstellungen barrierefrei und inklusiv zu gestalten. Beispiele für die Umsetzung sind eine gut lesbare Schrift mit hohem Kontrast, Tastmodelle, Hands-On-Stationen, Texte in Leichter Sprache sowie ein inklusives Führungsangebot – all das ist bei den Landesausstellungen für das HdBG unverzichtbarer Standard. Selbstverständlich sind auch ausreichende Durchfahrtsbreiten für Rollstuhlfahrer und die Unterfahrbarkeit von Objektvitrinen.
Eine „Ausstellung für Alle
“Mit dem inklusiven Beirat wird das Konzept der „Ausstellung für Alle“ nun gemeinsam mit der Fokusgruppe des Dominikus-Ringeisen-Werks weiterentwickelt. Ziel ist es, vielfältige, multisensorische Zugänge zu schaffen – für blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen sowie gehörlose bzw. hörgeschädigte
Besucherinnen und Besucher ebenso wie für Menschen mit Gehbehinderung, Nutzerinnen und Nutzer unterstützter Kommunikation oder Personen, die Informationen in Leichter Sprache benötigen. In einer sehr konstruktiven Diskussion konnten bereits erste Ideen gesammelt werden. In regelmäßig stattfindenden Treffen wird eifrig daran weitergearbeitet, das Ziel, die Bayerische Landesausstellung 2027 zu einem Ausstellungserlebnis für alle zu machen.