Ursberg/03.07.2023 – Die Gemeindemitglieder der katholischen Pfarrgemeinde Johannes Evangelist in Ursberg haben bei Caritas-Sammlungen in den letzten Jahren einige tausend Euro zusammengetragen. Ein Drittel der Gesamtsumme können sie dabei in örtliche Sozialprojekte investieren. Den Zuschlag erhielt eine Einrichtung, die direkt vor dem Portal der Pfarrkirche zu finden ist: das Dominikus-Ringeisen-Werk. 5.000 Euro kommen dem Reitstall St. Leonhard in der Ursberger Ortsmitte zugute. Eine Abordnung mit Pfarrer Florian Bach an der Spitze besuchte jetzt den Reitstall.
Der Reitstall St. Leonhard ist ein Begegnungsort für Mensch und Tier. Mitten in Ursberg bietet er Tiergestützte Therapie und Heilpädagogisches Reiten an, um Menschen mit Beeinträchtigungen individuell und zielgerichtet zu unterstützen. „Neben den motorischen Fähigkeiten, die beim Reiten gestärkt werden, ist es vor allem die psychosoziale Stabilisierung, die die Tiergestützte Therapie bewirkt. Unsere Klienten werden im Umgang mit den Tieren selbstbewusster, offener und lebensfroher“, berichtete Reitstall-Leiterin Angela Satke ihren Gästen. Zum Reitstall-Team gehören auch Menschen mit Beeinträchtigung, die in Ursberg leben. Sie versorgen Tiere im Stall und halten das Gelände in Schuss.
„Wir freuen uns, dass wir ein Projekt in unserem Heimatort unterstützen können“, sagte Pfarrer Florian Bach. „Der Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern und unseren Gemeindemitgliedern, die ehrenamtlich jahrelang die Haustürsammlungen für die Caritas-Spendenprojekte durchgeführt haben. Jetzt können alle an diesem Beispiel mitverfolgen, was mit dem Geld der jährlichen Caritas-Sammlungen vor Ort Gutes gemacht wird.“
Josef Liebl vom Vorstand des DRW bedankte sich: „Da das wertvolle Angebot der Tiergestützten Therapie von den Kostenträgern nicht unterstützt wird, sind wir auf Spenden angewiesen. Umso schöner ist es, dass Menschen aus Ursberg uns unterstützen. Wir freuen uns sehr über diese große Spendensumme. Das Geld wird für die notwendige Ausstattung unserer Ställe verwendet werden. Geplant ist zudem der Kauf einer gebrauchten Kutsche, die von einem unserer Shetlandponys gezogen werden kann. Wir freuen uns jetzt schon darauf, auch Kindern der Pfarrei bei nächster Gelegenheit eine Rundfahrt anbieten zu können.“