Maria Bildhausen, 27.01.2026 | Mit Beginn des zweiten Weltkrieges jedoch gerieten Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in Lebensgefahr.
Die ersten Bewohner der Ursberger Einrichtungen traf es bereits im Herbst 1940. Sie wurden deportiert und wenig später ermordet. Betroffen waren fast immer Menschen, die von staatlicher Unterstützung lebten. Über die Landesfürsorgeverbände, bei denen die Bewohner gemeldet waren und die die Finanzierung der Betreuung übernahmen, wurden die Deportationslisten erstellt.
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er ist als Jahrestag bezogen auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz.
Mit einem Mahnmal zum Gedenken der Euthanasie-Opfer auf dem Bildhäuser Friedhof möchte die St. Josefskongregation und das Dominikus-Ringeisen-Werk ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. 379 Menschen mit Behinderungen, die in den Einrichtungen der St. Josefskongregation (heute Dominikus-Ringeisen-Werk) in Ursberg, Holzen und Bildhausen gelebt haben, von den Nationalsozialisten ermordet. Acht Männer hatten ihren Wohn- und Lebensort in Maria Bildhausen. Von den 379 Opfern aus dem Dominikus-Ringeisen-Werk wurden 199 Bewohner in Schloss Hartheim in Österreich getötet.