Klosterfriedhof Ursberg: Sanierungsarbeiten erfolgreich beendet

Mit einer Segnungsfeier wurde die Modernisierung des traditionsreichen Erinnerungsortes gewürdigt
Datum: 02. Juni 2026, 10:52 Uhr
Martin Riß, Geistlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Dominikus-Ringeisen-Werks segnet die neu gestaltete Anlage
Betriebsleiter Klostergärtnerei Robert Dieminger, Generalökonomin Sr. Marianne Rauner CSJ, Architektin Melanie König, Generaloberin Sr. M. Katharina Wildenauer CSJ, Geistlicher Direktor Martin Riß, Friedhofspfleger Christian Doldi (v. r.)
Unter anderem durch die Sanierung der Fußwege wurde die Barrierefreiheit verbessert
Auf dem Klosterfriedhof haben zahlreiche Schwestern der St. Josefskongregation und Menschen mit Behinderung aus dem Dominikus-Ringeisen-Werk ihre letzte Ruhestätte

Am 28. Mai 2026 wurden die umfassenden Sanierungsarbeiten auf dem Klosterfriedhof in Ursberg mit einer Segnungsfeier offiziell abgeschlossen. Nach intensiver Planung und Umsetzung präsentiert sich die historische Friedhofsanlage nun als barrierearmer, naturnaher und pflegeleichter Ort des Gedenkens. Hier wird der Geist des Gründers Dominikus Ringeisen mit den Anforderungen der Gegenwart verbunden.

Warum wurde der Klosterfriedhof saniert?
Der Klosterfriedhof in Ursberg wurde 1889 von Dominikus Ringeisen angelegt. Bis heute ist er ein wichtiger Ort des Erinnerns, der Stille und des Gebets. Allerdings ist er in die Jahre gekommen. Ziel der Sanierung war es deshalb, diesen besonderen Ort behutsam weiterzuentwickeln und gleichzeitig seinen historischen Charakter zu bewahren.

Worauf wurde großen Wert gelegt?
Die Sanierungsarbeiten fanden zwischen März und Mai 2025 statt. Im Mittelpunkt stand eine bessere Zugänglichkeit für Menschen aller Mobilitätsstufen. Dafür wurden Wege angepasst, Niveauunterschiede reduziert und zentrale Bereiche übersichtlicher gestaltet. Es wurden neue Sitzmöglichkeiten und Verweilbereiche für Besucherinnen und Besucher geschaffen. So bleibt der Friedhof auch künftig für alle gut erreichbar.

Die wichtigsten Maßnahmen auf einen Blick
✓ Mehr Barrierefreiheit
✓ Asphaltierung der Hauptwege sowie Festigung und Neugestaltung der Kieswege
✓ Mehr Stabilität
✓ Anhebung abgesenkter Grabflächen und dauerhafte Einfassung der Felder
✓ Mehr Naturnähe durch Rückschnitt der Hecken und Ersatz übermäßig gewachsener Koniferen durch neue standortgerechte Bepflanzung
✓ Anlage neuer Urnengrabstätten im südlichen Bereich

Wie reagieren das Dominikus-Ringeisen-Werk und die St. Josefskongregation auf veränderte Bedürfnisse?
Mit neuen Urnengrabstätten trägt die Friedhofsanlage dem Wandel der Bestattungskultur Rechnung. Das erweiterte Angebot ermöglicht eine zeitgemäße und pflegeleichte Vorsorge, ohne das gewachsene Erscheinungsbild des Friedhofs zu verändern.

Was bedeutet die Sanierung für die Zukunft?
Auch nach Abschluss der Arbeiten bleibt der Friedhof ein zentraler Ort des Gedenkens in Ursberg – offen für kommende Generationen und zugleich fest in seiner Geschichte verwurzelt.

Warum ist der Ursberger Klosterfriedhof ein besonderer Ort?
Der Klosterfriedhof wurde 1889 auf Veranlassung von Dominikus Ringeisen angelegt. Zahlreiche Schwestern der St. Josefskongregation, Bewohnerinnen und Bewohner des Dominikus-Ringeisen-Werks, Priester sowie Freunde und Gönner der Ursberger Einrichtungen haben dort ihre letzte Ruhestätte gefunden. Der Einrichtungsgründer selbst wurde 1904 auf dem Friedhof bestattet. Seine Grabstelle befindet sich heute in der Aussegnungshalle. Diese erhielt zu seinem 100. Sterbetag im Jahr 2004 vier gestaltete Glasfenster des „Künstlerpfarrers“ Sieger Köder. Seitdem begleiten „Jakobs Traum“, die „Salve-Regina-Madonna“, der „Gute Hirte“ und „Das Himmlische Jerusalem“ die Verstorbenen in Ursberg auf ihrem letzten Weg.


Der Ursberger Klosterfriedhof

1889 – Anlage des Klosterfriedhofs auf Veranlassung von Dominikus Ringeisen
1904 – Beisetzung Dominikus Ringeisens, zunächst im Bereich des großen Kreuzes auf dem Hauptweg
1911/12 – Erweiterung des Friedhofs und Bau der Aussegnungshalle im Auftrag von Ringeisens Nachfolger Maurus Gerle
1912 – Nach Fertigstellung der Aussegnungshalle, wird Ringeisens Sarg dort beigesetzt.
1984 – Errichtung eines Mahnmals für die 379 Opfer der NS-Euthanasie
2004 – Neugestaltung der Aussegnungshalle mit gestalteten Glasfenstern des “Künstlerpfarrers” Sieger Köder zum 100. Todestag von Dominikus Ringeisen
2025/26 – Barrierefreie Sanierung und Modernisierung

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