Kloster Holzen / 22. Oktober 2026 – Mit der feierlichen Segnung hat das Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW) in Kloster Holzen das Haus Ida offiziell seiner neuen Bestimmung übergeben. Nach dem Umzug der Werkstatt für Menschen mit Behinderung nach Meitingen wurde das ehemalige Werkstattgebäude umfassend umgebaut. Heute bietet es unter anderem Platz für die Förderstätte, die Naturwerkstatt und die Verwaltung der Wohneinrichtung Kloster Holzen. Zahlreiche Förderstättenbesucherinnen und -besucher, Mitarbeitende sowie Gäste aus Politik und Verwaltung nahmen an der Segnungsfeier teil. Das Projekt wurde aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales und dem Bezirk Schwaben gefördert. Die umfangreichen Fördermittel des Freistaats und des Bezirks ermöglichten so den Umbau für die Förderstätte.
Insbesondere dieser war nötig, um der starken Nachfrage gerecht werden zu können. „Der Bedarf an Tagsstruktur für mehrfachbehinderte Menschen im nördlichen Landkreis Augsburg ist weiter ungebrochen hoch. Gleichzeitig haben wir auch mehrere Anfragen von betroffenen Personen, die aus dem häuslichen, familiären Umfeld zur Tagesstruktur nach Kloster Holzen kommen und damit länger in der Familie verbleiben können. Durch die sanierten Räumlichkeiten können wir gute Förderbedingungen bieten“, sagt Josef Liebl, Vorstandsmitglied des DRW.
Seit April 2026 befindet sich die Förderstätte Kloster Holzen in den neu gestalteten Räumlichkeiten und bietet dort eine Tagesstruktur für Menschen mit umfangreichem Unterstützungsbedarf. Auch die Naturwerkstatt, eine Arbeitsgruppe der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) die sich unter anderem um die Pflege der Außenanlagen kümmert, hat hier ihre Wirkungsstätte. Durch die räumliche Nähe ergeben sich hier ideale Kooperationsmöglichkeiten zwischen WfbM und Förderstätte. Im Mai 2026 ist zudem die Verwaltung der Wohneinrichtung Kloster Holzen vom ehemaligen Klostergebäude in das Haus Ida umgezogen.
Martin Riß, Vorstandsvorsitzender und Geistlicher Direktor des Dominikus-Ringeisen-Werkes, freute sich bei seiner Begrüßung über die zahlreichen Bewohnerinnen und Bewohner, die mit ihren Betreuungskräften zur Segnung gekommen waren. Ebenso waren Gäste aus Politik, der Regierung von Schwaben und dem Bezirk Schwaben anwesend. Volkmar Thumser, Behindertenbeauftragter des Bezirk Schwaben, verdeutlichte, dass hier konkret sichtbar werde, Bezirksumlage verwendet werde, die aufgrund der steigenden finanziellen Belastungen von Kommunen und Landkreisen derzeit in der Diskussion stehe. Er betonte die sehr gute Zusammenarbeit zwischen DRW und Bezirk Schwaben.
Nach einem Wortgottesdienst nahm Martin Riß gemeinsam mit Kaplan Tony Thomas von der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf-Westendorf die Segnung der Räumlichkeiten vor. Neben Bürgermeister Markus Stettberger aus Allmannshofen sprachen auch Michael Winter, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DRW, sowie Architekt Ulrich Sommersberger Grußworte. Alle freuten sich über den gelungenen Umbau und wünschten den Menschen, die das Haus nutzen, „dass an diesem Ort ein guter Geist wirken möge, dass das Haus mit Leben erfüllt sei“. Die Gruppe „Soulful“ (Petra Popp und Bianca Wagner) bereicherte die Feier mit mehreren Liedbeiträgen. Anschließend konnten alle Anwesenden die Räumlichkeiten besichtigen und waren zu einem Imbiss eingeladen.
Text: Rosmarie Gumpp und Referat Öffentlichkeitsarbeit DRW