Zentralküche des Dominikus-Ringeisen-Werks ausgezeichnet

3. Platz beim Schöpfungspreis der Diözese Augsburg

 

Datum: 03. Februar 2026, 8:26 Uhr
Sie freuen sich über die Auszeichnung der Diözese Augsburg: Stv. Küchenleiter Stephan Stübing, Mitarbeiter Mario Busch, Hauswirtschaftsleitung Christine Goßner, Mitarbeiter Andreas Theimer, Küchenleiter Florian Sperber

Ursberg/Augsburg/3. Februar 2026 – Die Zentralküche Ursberg des Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW) hat beim Schöpfungspreis 2025 der Diözese Augsburg den 3. Platz erhalten. Die Auszeichnung wurde am 17. Januar 2026 im Haus Sankt Ulrich in Augsburg von Bischof Dr. Bertram Meier, Schirmherr des Preises, überreicht.Ausgezeichnet wurde ein ganzheitliches Konzept nachhaltiger Gemeinschaftsverpflegung, das ökologische Verantwortung konsequent mit Inklusion verbindet. 

Die Zentralküche in Ursberg bereitet rund 3.000 Mahlzeiten pro Tag zu. Nachhaltigkeit wird dabei entlang der gesamten Prozesskette umgesetzt – vom Acker bis zum Teller. Ein zentraler Baustein ist die Verarbeitung saisonaler Produkte aus der eigenen Klostergärtnerei, einschließlich sogenannter „krummer“ Lebensmittel, Obst und Gemüse also, das aufgrund optischer Mängel nicht verkaufsfähig ist. Bereits hier wie auch in der Küche arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam und übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben. Durch eine softwaregestützte, bedarfsoptimierte Essensbestellung werden Überproduktion und Speisereste deutlich reduziert: Wohngruppen und Einrichtungen stellen ihre Mahlzeiten individuell aus Einzelkomponenten zusammen. Nicht benötigte Lebensmittel werden gar nicht erst gekocht. Auch technisch ist die Zentralküche konsequent nachhaltig ausgerichtet. Die Wärme stammt aus dem hauseigenen Fernwärmenetz, die Kühlung erfolgt über Grundwasser, der Strom wird teilweise über eine Photovoltaikanlage erzeugt. Ergänzt wird das Konzept durch das Cook-&-Chill-Verfahren, das Energie spart und eine gleichbleibend hohe Speisenqualität gewährleistet.

Die Auslieferung erfolgt über Mehrwegbehälter mit Pfand- und Wechselsystem. Organische Küchenabfälle werden kompostiert oder energetisch verwertet. Dieser geschlossene ökologische Kreislauf, hat die Jury überzeugt. Dr. Karl-Georg Michel, Umweltbeauftragter des Bistums Augsburg, würdigte das Projekt als „Beispiel für implementierte Nachhaltigkeit“. 

Neben dem Schöpfungspreis wurden bei der Preisverleihung auch alle engagierten Gruppen und Einzelpersonen mit der Laudato si-Plakette des Bistums als besonderes Zeichen der Anerkennung geehrt. Die Plakette würdigt seit vier Jahren Projekte, die sich in besonderer Weise den Anliegen der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus und den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen annehmen. Die Jury des Schöpfungspreises bestand aus Mitgliedern des diözesanen Fachbereichs „Kirche und Umwelt“, dem Klimaschutzmanager der Diözese, der persönlichen Referentin des Bischofs, Vertretungen des Seelsorgeamts sowie Personen mit fachlichem Bezug zu den jeweiligen Siegerkategorien.

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